Gedeckte Farben, weiche Bewegung und ein Hauch Vergänglichkeit – das macht Boho-Blumen so besonders.
Was Boho-Blumen von anderen Stilen unterscheidet
Boho-Blumen beginnen nicht bei einzelnen Sorten, sondern bei einem Gefühl: Bewegung. Boho-Sträuße wirken selten kompakt oder rund. Sie sehen eher aus, als hätte der Wind eben durch sie hindurchgeweht. Gräser ragen heraus, Zweige stehen schräg und nichts liegt exakt symmetrisch.
Dazu kommt die Farbwelt: gedeckte, warme Naturtöne statt knalliger Frische. Zudem lebt der Stil vom bewussten Einsatz getrockneter Elemente neben frischen Blüten. Diese Mischung aus lebendig und vergänglich gibt Boho-Blumen ihren unverwechselbaren Charakter.
Die Basis-Blumen für den Boho-Look
Im Frühjahr Ranunkeln bilden die ideale Basis für einen zarten Frühjahrsstrauß. Sie bringen eine weiche, romantische Note in eure Arrangements. Auch Anemonen oder Narzissen passen wunderbar in diese Saison und lassen sich gut mit den Ranunkeln kombinieren.
Im Sommer Dahlien, Kosmeen, Scabiosa und Zinnien setzen ausdrucksstarke Akzente. Zarte Gartenrosen, Lisianthus und feines Schleierkraut ergänzen diese kräftigen Sommerblüten mit einer leichten, verspielten Note. Zarte Füllblüten wie die Wilde Möhre verleihen dem Ganzen zusätzlich Leichtigkeit.
Die heimlichen Helden: Grün & Begleiter Das eigentliche Herzstück sind für mich aber die Begleiter. Pampasgras und Weizen bringen sanfte Struktur. Eukalyptus, Ruskus und Minze schaffen Ruhe zwischen den Blüten. Statice und Wilde Möhre setzen dazu filigrane, nostalgische Akzente.
LEMARLINE TIPP: Ranunkeln im Frühjahr, Dahlien im Sommer: Passt eure Sortenauswahl an die jeweilige Jahreszeit an. Die elegante Boho-Note bleibt so in jedem Monat erhalten.
Ranunkel und Anemone im Frühjahr, Dahlie und Scabiosa im Sommer – die Boho-Note bleibt in jeder Saison gleich.
Farben, die den Boho-Look tragen
Unsere Boho-Farbwelt aus dem Farbpaletten-Artikel gilt hier natürlich weiter: Creme, Sand und Taupe als ruhige Basis, dazu Terrakotta und Dusty Rose als warme Akzente. Genau diese Töne findet ihr in den Blumen wieder – Rosen in Toffee- und Nude-Nuancen, Dahlien in warmem Apricot oder Terrakotta, und Scabiosa oder Kosmeen für einen zarten Rosé-Ton.
Wichtig ist dabei nicht, jede einzelne Blume in exakt derselben Farbe zu wählen, sondern dass sich die Palette insgesamt ruhig und stimmig anfühlt – genau wie wir es schon beim Thema Farbpalette besprochen haben.
Frisch, halbtrocken oder komplett getrocknet?
Müssen es frische Blumen sein oder dürfen sie getrocknet sein? Beides funktioniert wunderbar. Eine Kombination aus beidem ist jedoch meist am schönsten.
Trockensträuße lassen sich Wochen vorher vorbereiten und halten ewig. Frische Blüten bringen dafür lebendige Fülle. Die schönsten Boho-Sträuße kombinieren deshalb eine frische Basis mit getrockneten Akzenten.
LEMARLINE TIPP: Fragt euren Floristen, welche Wunschblumen sich gut trocknen lassen. So bleibt euch der Brautstrauß nach der Hochzeit lange erhalten – ganz ohne Zusatzkosten.
Die 3 häufigsten Fehler bei Boho-Blumen
Zu perfekt gebunden. Je symmetrischer ein Boho-Strauß wirkt, desto weniger Boho ist er. Etwas bewusste Unordnung gehört unbedingt dazu.
Saisons ignorieren: Ranunkeln im Sommer oder Dahlien im Frühjahr sind teure Importe. Heimische Saisonblumen wirken deutlich natürlicher und schonen das Budget.
Farbwelt trennen: Die Blumen müssen exakt zum restlichen Farbkonzept passen. Sonst wirken selbst die schönsten Einzelblüten wie ein Fremdkörper.
Fazit
Boho-Blumen leben nicht von der perfekten Einzelblüte, sondern vom Zusammenspiel: frische und getrocknete Elemente, ruhige Farben und ein bisschen bewusste Unordnung. Genau das macht am Ende den Unterschied zwischen „schön dekoriert“ und „wirklich Boho“.
Stilvoll weiterplanen






